Handy Crash https://handycrash.org/lernen Erfahre unter welchen Bedingungen Handys hergestellt werden Thu, 02 Aug 2018 09:07:06 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.1.1 Streiken für einen gerechten Lohn! https://handycrash.org/lernen/streiken-fuer-einen-gerechten-lohn/ https://handycrash.org/lernen/streiken-fuer-einen-gerechten-lohn/#comments Wed, 04 Feb 2015 16:06:33 +0000 https://diasporafriends.de/zzhc/?p=111 Streiken für einen gerechten Lohn!

In einigen großen Fabriken Chinas regt sich Widerstand. Die Arbeiter weigern sich immer öfter, unter den miserablen Bedingungen zu arbeiten. Sie streiken. Und das mit Erfolg: Die Arbeiter eines Samsung-Zulieferers beispielsweise erstreikten 2014 eine Lohnverdopplung und höhere Zuschläge für Überstunden und Feiertagsarbeit.

Mehr als tausend Arbeiter eines Werks von Shanmukang Technology im chinesischen Dongguan haben durch Streiks ihre schlechten Arbeitsbedingungen verbessert. In der Fabrik in Dongguan, einem Zulieferer für Samsung, hatten am 27. März Mitarbeiter in unterschiedlichen Abteilungen die Arbeit ruhen lassen – neben der Herstellung auch Buchhaltung, Beschaffung, Personal und Verwaltung. So konnten die Arbeitenden eine Lohnverdopplung erwirken. Außerdem wurden die Überstunden- und Feiertagszuschläge erhöht.

China Labour Watch hatte die Arbeitsbedingungen in der Fabrik stark kritisiert: Die Organisation hat 23 Fälle von Verstößen gegen Arbeiterrechte und Umweltschutz festgestellt, die Arbeiter arbeiten regelmäßig sechs Tage die Woche, obwohl die Fünftagewoche in China bereits in den Neunzigerjahren verpflichtend eingeführt wurde. Eine Gewerkschaft oder Arbeitnehmervertretung existiert in dem Werk nicht.

Weiterlesen:
Florian Kalenda, ZDNet.de: Arbeiter bei Samsung-Zulieferer in China erstreiken Lohnverdopplung

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Solidarität und Arbeitskampf https://handycrash.org/lernen/solidaritaet-und-arbeitskampf/ https://handycrash.org/lernen/solidaritaet-und-arbeitskampf/#comments Wed, 04 Feb 2015 16:05:09 +0000 https://diasporafriends.de/zzhc/?p=109 Solidarität und Arbeitskampf

Auf den Philippinen arbeiten viele Menschen unter schlimmen Bedingungen: Sie werden schlecht bezahlt und kaum gegen Arbeitsunfälle und Gesundheitsrisiken geschützt. Zum Glück gibt es den KPD – einen Zusammenschluss von Gewerkschaften und Bürgerinitiativen. Er setzt sich erfolgreich für die Rechte der Arbeiter ein, organisiert und mobilisiert Arbeitskämpfe und Streiks und erkämpft bessere Arbeitsverhältnisse. Wenn alle zusammen kämpfen und solidarisch sind, kann man viel erreichen!

Seit seiner Gründung 1998 hat Kilusan para sa Pambansang Demokrasya (KPD) zahlreiche Kampagnen umgesetzt. Er setzt sich ein für Menschenrechte, Landrechte, erkämpft bessere Arbeitsbedingungen und stärkt Marginalisierte, z.B. indigene Gruppen. Der KPD bringt Bürgerbewegungen und Gewerkschaften zusammen, mobilisiert und bildet über Arbeitsrechte weiter.

Jose Eleuterio (Pete) Pinlac, im Vorsitz der KPD, ist seit 1991 Aktivist für Arbeitsrechte. Er sieht die besondere Stärke des KPD im “Gemeinschaftsgefühl”, in der Zusammenarbeit verschiedener Gruppen und in Zusammenschlüssen: “We have to go back to the old ways of organizing. Focusing on community fellowship and community organizing. We bring together advocacy groups, women’s groups, labour unions and human rights organizations to be able to surpass the limitations that come with neoliberal attacks on people’s welfare and rights.”

Weiterlesen:
KPDnorth: Organizational Brief
UFCW 1518: In Solidarity: An interview with Philippines labour activist Pete Pinlac

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Das lassen wir uns nicht mehr bieten! https://handycrash.org/lernen/das-lassen-wir-uns-nicht-mehr-bieten/ https://handycrash.org/lernen/das-lassen-wir-uns-nicht-mehr-bieten/#comments Wed, 04 Feb 2015 16:03:42 +0000 https://diasporafriends.de/zzhc/?p=107 Das lassen wir uns nicht mehr bieten!

Die chinesische Bevölkerung lässt sich längst nicht mehr alles bieten. Immer mehr Menschen engagieren sich für Umweltschutz, Gleichberechtigung und Arbeitsrechte.

Sie machen Vergehen öffentlich und setzen sich für eine gerechtere Gesellschaft ein. Sie fordern Umweltstandards und einen sensiblen Umgang mit Natur und Ressourcen. Sie unterstützen Arbeiter rechtlich und fordern menschenwürdige Konditionen für die Arbeiter.

Chinas Nichtregierungsorganisationen (NRO) agieren unter ganz anderen Bedingungen als deutsche: Legal registriert ist nur die Minderzahl der NRO. Die Registrierungsbehörden sind wenig kooperativ, die Hürden sind hoch. Das gilt auch für so genannte GONGO (“government-organized non-profit organisations”, von der Regierung gegründete Organisationen, die nicht kommerziell wirtschaften, die keine Opponenten der Staatspolitiken sondern loyal in den Staat eingebunden sind).

Eine Registrierung unterliegt drei generellen Erfordernissen: Alle NRO müssen durch die Regierung, Partei oder Massenorganisationen gesponsert werden. Auf jedem Administrationslevel kann nur eine NRO eines Typs registriert werden. Das bedeutet, dass eine Organisation, die sich um obdachlose Kinder im Kreis Hairou kümmert, keine Schwesterorganisation im gleichen Land haben kann. Und drittens dürfen NRO nur in der Region arbeiten, in der sie registriert sind. Zigtausende NRO arbeiten somit unregistriert.

Dennoch wird die chinesische Zivilgesellschaft immer aktiver und agiert in vielen Themenfeldern. Vor allem die Sensibilisierung lokaler Bevölkerungen für problematische Bedingungen im Umweltschutz, Arbeitsrecht und der Gleichberechtigung ist chinesischen Nichtregierungsorganisationen ein wichtiges Anliegen.

Weiterlesen:
Dorit Lehrack: NGO im heutigen China – Aufgaben, Rolle und Selbstverständnis
Erdong Chen: NGOs in China: the Rise of Civil Awareness

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Freie Rede für eine freie Gesellschaft https://handycrash.org/lernen/freie-rede-fuer-eine-freie-gesellschaft/ https://handycrash.org/lernen/freie-rede-fuer-eine-freie-gesellschaft/#comments Wed, 04 Feb 2015 16:02:26 +0000 https://diasporafriends.de/zzhc/?p=105 Freie Rede für eine freie Gesellschaft

Das Centre for Independent Journalism in Malaysia ist eine nicht-kommerzielle Organisation, die eine demokratische, freie und gleiche Gesellschaft anstrebt, in der die Presse-, Meinungs- und Informationsfreiheit geachtet wird.

Mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützt sie politische Kampagnen und Arbeitskämpfe und  verschafft Menschen Gehör, die selbst nicht die Mittel haben, auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Der Freedom House Report untersucht politische Rechte und bürgerliche Freiheiten weltweit. Laut Freedom House Report Freedom in the World 2015 ist in Malaysia ein rückschrittiger Trend zu verzeichnen: Einschüchterung politischer Gegner durch die Regierung, Festnahmen und Bedrohung von Schiiten und transgender Personen. Ebenso finden bestimmte Gesetzgebungen zur “Ruhigstellung” unabhängiger, kritischer Stimmen Anwendung (“Sedition Act”).

Seit 1998 setzt sich das Centre for Independent Journalism (CIJ) für Presse-, Meinungs- und Informationsfreiheit ein und unterstützt marginalisierte Gruppen, die sich alleine kein Gehör verschaffen können. CIJ wurde von fünf JournalistInnen, AutorInnen und AktivistInnen gegründet und wurde rasch eine Quelle unabhängiger Informationen.

Weiterlesen:
Centre for Independent Journalism

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Chinas Umweltaktivisten werden stärker https://handycrash.org/lernen/chinas-umweltaktivisten-werden-staerker/ https://handycrash.org/lernen/chinas-umweltaktivisten-werden-staerker/#comments Wed, 04 Feb 2015 16:01:11 +0000 https://diasporafriends.de/zzhc/?p=103 Chinas Umweltaktivisten werden stärker

Proteste gegen Umweltverschmutzung in China nehmen zu und werden immer erfolgreicher. Ein Grund für den Erfolg ist, dass Umweltaktivisten verstärkt soziale Medien nutzen, um ihren Protest zu organisieren und öffentlich zu machen.

Zum Beispiel posten sie Fotos von industriell verschmutzen Flüssen und üben so öffentlichen Druck auf die Regierung aus. Die Flüsse wurden daraufhin gereinigt und die Verschmutzung gestoppt.

Weibo, ein Twitter-ähnlicher “Mikroblogging”-Dienst, und WeChat, ein Instant Messaging Dienst fürs Handy, sind die aktuellsten Kommunikations- und Mobilisierungstools chinesischer AktivistInnen. Deng Fei, chinesischer Umweltaktivist, Journalist und Mikroblogger, hat beinahe vier Millionen Weibo-Follower. Deng Fei rief seine Follower auf Fotos verseuchter Flüsse zu posten. Die massenhaften Postings verseuchter Gewässer führten zu einer Vielzahl an Nachrichtenmeldungen, erzeugten massiven Druck auf lokale PolitikerInnen… und führten zu Säuberungen der verschmutzen Gewässer!

“I like to say that Weibo is God’s greatest gift to the Chinese people. It has given us more power and more rights, and allows us to come together quickly”, resümiert Deng Fei über seinen und den chinesischen Online-Aktivismus.

Weiterlesen:
FT Magazine: China’s environmental activists

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Transparenz im Rohstoffabbau https://handycrash.org/lernen/transparenz-im-rohstoffabbau/ https://handycrash.org/lernen/transparenz-im-rohstoffabbau/#comments Wed, 04 Feb 2015 15:57:24 +0000 https://diasporafriends.de/zzhc/?p=96 Transparenz im Rohstoffabbau

Seit 2011 wird in der kongolesischen Provinz Katanga das Erz Coltan unter besseren Bedingungen abgebaut. Das Projekt Solutions for Hope macht es möglich. Die Arbeiter erhalten einen anständigen Lohn, bewaffnete Gruppen haben keine Kontrolle über die Mine  und der Weg des Metalls ist transparent:

Vom Kongo geht es zum Schmelzen nach China und weiter nach Tschechien, wo das Coltan im Kondensator des Handys verarbeitet wird.

Im Osten der DR Kongo wird der Abbau und Handel von Coltan oft von bewaffneten Gruppen kontrolliert. Über den Handel mit Coltan finanzieren sich diese Gruppen, zum Teil mit den Einnahmen aus den Minen, zum Teil indirekt über die Kontrolle von Gebieten und Wegzöllen. Mit den Gewinnen kaufen die Gruppen neue Waffen, bedrohen die Bevölkerung und bauen ihre Macht aus. In Konfliktregionen sind die Siedlungen nahe der Kleinminen einer erhöhten Gefahr ausgesetzt, da sie zudem meist abgelegen liegen. Bei der Besetzung der Rohstoffquelle kommt es zu Zwangsabgaben und Zwangsarbeit, Erpressung, Plünderungen und Vergewaltigungen. Oft besteht ein hohes Risiko für Mineneinstürze. Raubbau und damit verbundene Umweltschäden, Kinderarbeit und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, Schmuggel und Gewalt sind vielfach auftretende Probleme. Die so genannten “Konfliktrohstoffe” (Zinn, Tantal – das aus Coltan gewonnen wird, Wolfram und Gold) sind zwar nicht Ursache der Konflikte, aber ihr “Treibstoff”: Konfliktrohstoffe tragen zur Aufrechterhaltung der Konflikte bei und finanzieren militärische Aktionen.

Das Projekt Solutions for Hope möchte dies ändern. Coltan wird unter besseren, sichereren, transparenteren und konfliktfreien Bedingungen abgebaut: die Arbeitenden erhalten einen fairen Lohn, der Weg des Metalls ist transparent, bewaffnete Gruppen haben keine Kontrolle über die Minen.

Weiterlesen:
Solutions for Hope: `Solutions for Hope’ Tantalum Project Offers Solutions and Brings Hope to the People of the DRC
GlobeNewswire: The Solutions for Hope Program Proves That Conflict-Free Doesn’t Have To Mean Congo-Free

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Weg mit den Giftmülldeponien! https://handycrash.org/lernen/weg-mit-den-giftmuelldeponien/ https://handycrash.org/lernen/weg-mit-den-giftmuelldeponien/#comments Wed, 04 Feb 2015 15:55:42 +0000 https://diasporafriends.de/zzhc/?p=94 Weg mit den Giftmülldeponien!

In der südafrikanischen Stadt Durban gab es eine riesige Mülldeponie, auf der Elektroschrott und anderer Giftmüll gelagert wurde. Die lokale Bevölkerung wurde dadurch krank und die Natur wurde verseucht.

Das wollte der Anwohner Desmond D’Sa nicht länger hinnehmen. Gemeinsam mit anderen Anwohnern kämpfte er für die Schließung der Anlage. Mit Erfolg! Die Anlage wurde geschlossen.

1990 eröffnete die Firma Wasteman die Müllhalde Bulbul Drive Landfill, auf der gefährlicher Müll, Giftmüll, Elektroschrott gelagert wurden. Das südafrikanische Durban musste lange Zeit den unrühmlichen Titel “Cancer Valley” (Tal des Krebs) tragen als Referenz auf die hohe Rate der Krebserkrankungen und die gehäuften Fälle von Asthma und Bronchitis. Auch die Umwelt wurde massiv geschädigt: Böden wurden verseucht, Trinkwasser kontaminiert.

Desmond D’Sa und die South Durban Community Environmental Alliance (SDCEA) kämpften erfolgreich gegen die Erneuerung des Pachtvertrags und erwirkten die Schließung der Müllhalde durch eine große, umfassende Kampagne. Desmond D’Sa erhielt den Goldman Environmental Prize.

Weiterlesen:
South Africa – The Good News: Durban Activist Wins International Environmental Prize
The Goldman Environmental Prize: Prize Recipient Desmond D’Sa

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Erster Recyclingbetrieb Indiens https://handycrash.org/lernen/erster-recyclingbetrieb-indiens/ https://handycrash.org/lernen/erster-recyclingbetrieb-indiens/#comments Wed, 04 Feb 2015 15:53:49 +0000 https://diasporafriends.de/zzhc/?p=91 Erster Recyclingbetrieb Indiens

90 Prozent des Elektroschrotts in Indien wird unter ungesunden und umweltschädigenden Bedingungen recycelt. Der Recyclingbetrieb E-Parisaraa ist der erste Betrieb, der das geändert hat. Er recycelt Elektroschrott ohne Gefahr für die Menschen und ohne Schäden für die Umwelt.

Die Arbeiter bekommen Schutzkleidung, haben Arbeitspausen und werden auch bei Krankheit weiter bezahlt. Mittlerweile gibt es drei dieser umwelt- und arbeiterfreundlichen Betriebe in Indien.

Der Großteil des Elektroschrotts, der in Indien landet, wird im “informellen Sektor” recycelt: In kleinen Einheiten, in Hinterhöfen, auf der Straße, ohne Schutzkleidung, ohne geeignete Maschinen, unter gefährlichen Bedingungen für Menschen und Umwelt. Kupfer und Goldreste werden manuell und mit giftigen Säurebädern von Festplatten und Platinen gelöst. Durch Blei, Quecksilber, Arsen, Kadmium und Beryllium werden die Gesundheit der Elektroschrott-ArbeiterInnen geschädigt und die Böden verseucht.

Im IT-Zentrum Indiens, Bangalore, ist E-Parisaraa seit 2005 ansässig und will diese Missstände verbessern. E-Parisaraa steht für E (Elektroschrott) und Parisaraa (Umwelt) und hat sich einem umwelt- und menschenfreundlichen Recycling verschrieben: Die ArbeiterInnen benutzen sichere Geräte und Maschinen, arbeiten mit Schutzkleidung, haben Arbeitspausen.

Weiterlesen:
E-Parisaraa
Axel Wermelskirchen, Frankfurter Allgemeine Zeitung: Der Düsentrieb des indischen E-Schrotts

 

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Recyceln, Umwelt und Gesundheit schonen https://handycrash.org/lernen/recyceln-umwelt-und-gesundheit-schonen/ https://handycrash.org/lernen/recyceln-umwelt-und-gesundheit-schonen/#comments Wed, 04 Feb 2015 15:52:36 +0000 https://diasporafriends.de/zzhc/?p=89 Recyceln, Umwelt und Gesundheit schonen

Europäischer Elektroschrott landet zum Teil in Ghana und wird dort recycelt. Oft haben die Arbeiter  dafür nicht die passenden Arbeitsmittel. Gifte gelangen in den Boden und die Menschen werden krank.

Das ghanaische Projekt Agbogbloshie Makerspace Platform ändert das: Es unterstützt Elektroschrott-Arbeiter dabei Elektroschrott umweltschonend zu verarbeiten und auf ihre Gesundheit zu achten.

Agbogbloshie, ein Stadtteil Accras, der Hauptstadt Ghanas: Früher mal Brutgebiet für europäische Zugvögel, heute Sammelstelle für weltweiten Elektroschrott. Vielen Untersuchungen zufolge einer der meist verschmutzten Ort der Erde. Die lokale Initiative Agbogbloshie Makerspace Platform (AMP) will das für Umwelt und Menschen ändern. Die Initiative setzt sich ein für bessere Lebens-, Arbeits- und Umweltbedingungen. Sie ist ein Zusammenschluss von hunderten jungen Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, die gemeinsam Agbogbloshie verändern möchten.

AMP stellt Elektroschrott-ArbeiterInnen sichere Arbeitsmittel und sichere Arbeitsplätze zur Verfügung. Gemeinsam arbeiten sie an innovativen, gesünderen und umweltschonenderen Methoden des Elektroschrott-Recyclings, z.B. dem “E-Cycle”. Dieses Rad kann dazu benutzt werden, um Kupfer aus Kabeln zu extrahieren, ohne dass die Kabel dabei verbrannt werden müssen. Die Benutzung des Rads ist einfach: In die Pedale treten und der Gummi, der die Kabel umfasst, wird davon abgezogen.

Weiterlesen:
The Accra Report: Agbogbloshie – A local solution for a global tragedy
Agbogbloshie Makerspace Platform

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Reparieren statt wegschmeißen https://handycrash.org/lernen/reparieren-statt-wegschmeissen/ https://handycrash.org/lernen/reparieren-statt-wegschmeissen/#comments Wed, 04 Feb 2015 15:50:10 +0000 https://diasporafriends.de/zzhc/?p=86 Reparieren statt wegschmeißen

Ein kaputtes Handy kannst du reparieren. Auf der ganzen Welt treffen sich Hobbyhandwerker in sogenannten Repair Cafés, um gemeinsam kaputte Handys und andere kaputte Geräte zu reparieren. Das kommt dem eigenen Geldbeutel und der Umwelt zu Gute.

Repair Cafés sind ehrenamtliche Treffen, bei denen die Teilnehmenden alleine oder gemeinsam mit anderen ihre kaputten Dinge reparieren. Das Konzept der Repair Cafés ist einfach und erfolgreich: Menschen bringen defekte Dinge mit und reparieren sie mit ehrenamtlichen HelferInnen. Vor Ort sind entsprechende ReparaturexpertInnen: ElektrikerInnen, SchneiderInnen, TischlerInnen und FahrradmechanikerInnen. Egal ob Kleidung, Möbel, Elektrogeräte oder Fahrräder… alles, was ins Café getragen werden kann, wird repariert.

Das erste Repair Café wurde 2009 in Amsterdam organisiert. Seitdem breiten sich die Werkstätten weltweit aus. Mittlerweile gibt es über 600 Repair Cafés weltweit, 120 davon allein in Deutschland. In Berlin gibt es bereits 14 solcher “Gratis-Werkstätten”, die unter dem Motto “Wegwerfen? Denkste!” funktionieren.

Repair Cafés zeigen Alternativen zum Wegwerfen und Neukaufen auf. Sie helfen Rohstoffe, Energie und CO2 zu sparen und zeigen den Teilnehmdenen, dass  Reparieren auch Spaß macht und relativ einfach ist.

Weiterlesen:
repaircafe.org

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